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Was darf in (m)einem Kamerarucksack nicht fehlen?



Heute geht es mal darum, was so alles in (m)einem Kamerarucksack drin ist, bzw. was meiner Meinung nach nicht Fehlen sollte, abgesehen von deiner Kamera und dem angebrachten Objektiv.


Für diesen Artikel habe ich meinen kleinen Kamerarucksack zur Hand genommen, da ich mit diesem am häufigsten unterwegs bin. Ich habe noch einen großen Rucksack in dem ich sehr viel unterbringen kann, diesen verwende ich aber nur, wenn ich plane länger als 6 Stunden und in unwegsamen Gelände unterwegs sein werde, um auch Proviant und das eine oder andere Hilfspaket für Notfälle unter zu kriegen.


Oft sind es aber gerade die Kleinigkeiten die uns das Leben erleichtern. Auf der einen Seite ist es für mich mittlerweile schon ein "must have" aber auf der anderen Seite sind es alltägliche Dinge die mir und nach diesem Artikel vl. auch dir, gute Dienste leisten. Also los geht's.


1. Eine Packung Taschentücher

Du wirst jetzt vl. denken "logisch ein Taschentuch sollte man eh immer dabei haben.." und ja da geb ich dir recht. Dennoch kennst du aber sicher die Situation, das wenn man mal eines braucht, gerade keines zur Hand ist. Abgesehen von den ganzen offensichtlichen Sachen für die man ein Taschentuch benötigen kann, gibt es keine günstigere Methode einen manuellen Weißabgleich zu machen.


Dafür das Taschentuch möglichst faltenfrei über die Linse spannen, in den Automatik Modus wechseln und dabei den Fokus auf Manuell stellen und einmal auslösen. Dabei solltest Du von deinem Motiv in Richtung der Kameraposition aus der du fotografieren wirst zielen, um das Hauptlicht das auf dein Motiv fällt einzufangen.

In den Einstellungen der Kamera den Menüpunkt manueller Weißabgleich suchen („Custom WB„) und das soeben gemachte Foto (ja es ist grau) auswählen. In den WB Einstellungen „manuell“ wählen und das war es auch schon.


2. Einen kleinen Plastiksack und Regenponjo

Eigentlich logisch möchte man meinen. Klar einen Schutz falls es regnet hat man immer dabei.. für sich selbst aber wie siehts mit der Kamera aus? Ein Plastiksack zum darüberstülpen reicht schon aus aber daran denken nur die wenigsten. Nimmt kaum Platz ein, kostet fast nix und ermöglichen bei leichtem Regen einen schnellen, einfachen und effektiven Schutz für den Kamerabody.

Probiere es einfach mal aus, pack so ein Ding ein und sag mir in einem Jahr ob es nicht zumindest ein mal doch auch Sinn gemacht hat.


3. Eine Wasserflasche

Zum einen ist es gesund genug zu trinken.

Und grad mit der Kamera in der Hand vergisst man darauf viel zu oft. Weshalb man am besten eine Wasserflasche fix in der Kameratasche einplanen sollte wenn man unterwegs ist. Aber eine Wasserflasche hat noch einen weiteren Vorteil – man kann mit ein wenig Wasser selbst Spiegelungen erzeugen, wo vorher keine waren und damit schnell mal ein Bild viel interessanter gestalten. Insbesondere Nachtlichter auf dem Asphalt in Wasser gespiegelt … Sehr schön, sehr einfach, sehr effektiv.


4. Duct Tape (Klebeband)

Klingt selbstverständlich, wird aber sehr gern vergessen. Duct Tape kann in so vielen Situationen helfen, wenn du es in der Kameratasche hast. Du wirst Dich wundern, welche Dienste es Dir erweisen wird und auf welche Ideen Du kommst, nur weil es nicht daheim liegt, sondern bei dir in der Fototasche ist.

Meine Systemblitze haben z.b. mächtige Spuren von Duct Tape, weil ich sie schon so oft an die eigenartigsten Orte geklebt habe.

Manchmal ist das Duct Tape wie eine dritte Hand. Und wer hat sich die beim Fotografieren nicht schon mal gewünscht.


5. Gorillapod

Es muss nicht immer gleich ein großes, klobiges, schweres Stativ sein. Aber die Möglichkeit, die Kamera zu stabilisieren für eine Langzeitbelichtung z.b. sollte man immer dabei haben.

Da ist die Erfindung der Gorillapods wahrlich ein Segen. Diese gibt es in unterschiedlichen Größen für unterschiedliche Kameras, hält bombenfest (vorausgesetzt ihr nehmt keinen zu kleinen) und trägt Deine Kamera auf Baumästen, Geländerhandläufen, auf dem Tisch oder Boden stehend, hängend,… an den unmöglichsten und an unvorhergesehenen Orten. Zugegeben, hier hängt die Ansage „unter €20,-“ natürlich von der Größe ab.

Gorillapods gibts von 10,- bis 120,- und mehr. Ich verlinke mal dir mal meinen :)



6. Taschenlampe

Man könnte meinen das versteht sich von selbst. Wir sind Fotografen, wir arbeiten mit Licht, natürlich sollten wir eine Taschenlampe dabei haben, oder? In den meisten Fototaschen fehlt sie trotzdem. Auch in meiner hat diese am Anfang immer gefehlt.

Ich hab sogar eine Taschenlampe und eine Stirnlampe dabei. Die braucht nicht viel mehr Platz, aber besonders wenn man in der Nacht etwas in der Tasche sucht und dabei die Hände frei haben will – unbezahlbar.


7. Notizblock und Stift

Ich weiß nicht wie lang ich gebraucht hab um diese Kleinigkeit zu begreifen. Aber ich habs begriffen und Du solltest dir den gefallen tun mir das jetzt einfach zu glauben – Du wirst deine Fortschritte in der Fotografie enorm vorantreiben, wenn du mitschreibst.

Ein gutes Foto besteht manchmal aus so vielen Kleinigkeiten, von Belichtungszeit und Blende angefangen, über Lichteinfallwinkel, Uhrzeit, was ist Dir dabei durch den Kopf gegangen,… Mach Dir Notizen beim Fotografieren, schau sie Dir beim Bearbeiten nochmal durch, reproduziere und verfeinere was dir gefallen hat. Es lohnt sich!

Ein Notitzblock mit Stift ist bei mir immer dabei.


8. Silica Beutel

Diese kleinen Beutel kommen immer wieder mal in Versandverpackungen mit. Ich schmeiße diese nicht weg, sondern sammle sie und verteile sie dann in meinen Fototaschen.

Solltest du diese Beutel nicht kennen – der Sinn und Zweck ist einfach die Luftfeuchtigkeit aufzusaugen und somit etwas trockenere Luft in der Tasche zu haben. Klar, wenn es nass ist hilft das nicht. Aber für leicht erhöhte Luftfeuchtigkeit und Restfeuchte (vor allem in der kalten Jahreszeit!) in der Kameratasche sind sie gar nicht schlecht.


Zusätzlich bei mir immer dabei: ND- und Polfilter

Ich kann eigentlich gar nicht genau sagen, wann ich diese fix benötige, aber wenn ich sie mal brauche dann bin ich immer froh, wenn ich nicht darauf denken muss, sondern einfach in meine Tasche greife und bei bedarf einsetzen kann. Als Landschaftsfotograf schon fast ein muss zumindest behelfsmäßig einen zum verschrauben dabei zu haben.


Die ND Filter benötige ich für eventuelle Langzeitbelichtungen oder aber um grundsätzlich mein Bild dunkler zu machen und einen schönen Vignetten-Effekt zu erzeigen.

Den Polfilter verwende ich um mein Bild Kontrastreicher und satter zu bekommen und Reflektionen im/am Wasser zu vermindern/entfernen.




So das sind meine wichtigsten Gegenstände, die ich immer dabei habe, wenn ich unterwegs bin. Was nimmst du so mit? Erzähl es mir in den Kommentaren vl. ergänze ich das eine oder andere ja in meinem Rucksack von deinen Tipps :)

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